Am 26.03.2026 war Herr Pfarrer Jochen Stiefel auf Einladung von Frau Ayasse bei uns in der Schule. Er ist Gefängnisseelsorger und arbeitet seit 12 Jahren im Gefängnis in Heilbronn. Dort spricht er mit den Gefangenen über ihre Taten, damit sie daraus lernen.
Er hat uns erklärt, dass das Gefängnis in Deutschland eine sehr harte Strafe ist. Freiheitsentzug ist die größte Strafe, die es hier gibt. Das bedeutet, dass die Menschen ihre Freiheit verlieren und nicht mehr selbst entscheiden können, was sie machen. Die Gefangenen haben einen festen Tagesablauf und müssen arbeiten. Dafür bekommen sie Geld. Mit diesem Geld können sie sich Sachen kaufen, zum Beispiel Tabak oder andere Dinge. Das Geld ist auch wichtig, damit sie fernsehen können.
Herr Stiefel hat uns auch Bilder vom Gefängnis gezeigt. Man konnte sehen, dass alles sehr gesichert ist, mit hohen Mauern und Gittern. Er hat erklärt, dass es nur einen Eingang gibt und alles streng kontrolliert wird. Er sagte, wenn er morgens durch die Tür an der Torwache gehe, dann sehe er über dem Eingang unsichtbar ein Schild stehen mit der Aufschrift: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Damit wird gezeigt, dass jeder Mensch wichtig ist, auch wenn er im Gefängnis ist.
Außerdem gibt es im Gefängnis bestimmte Angebote. Freitags gibt es ein muslimisches Gebet und sonntags einen Gottesdienst. Es gibt auch einen Chor, bei dem Gefangene mitmachen können. Er hat uns auch Taschen gezeigt und mitgebracht, die von den Gefangenen selbst hergestellt werden. Man kauft sie und unterstützt damit ihre Arbeit.
Der Vortrag hat uns gut gefallen, weil man einen Einblick in das Leben im Gefängnis bekommen hat und gesehen hat, wie streng es eigentlich ist. Denn die Freiheit ist ein viel größeres Thema im Leben, als man denkt.
Text: Elizan Kizilok (ESG9/2)