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Jeder entscheidet selbst, was er in sein Herz lässt- Ein Vortrag des Antisemitismusbeauftragten Herr Dr. Michael Blume an der MSS am 29.06.2020

Der Vortrag von Herrn Dr. Blume war die erste unterrichtsergänzende Veranstaltung nach dem Corona-Lockdown und der anschließenden Wiederaufnahme des Präsenzunterrichtes an der MSS und daher sowohl von Coronamaßnahmen als auch neuen Möglichkeiten der Kommunikation geprägt.

So sprach der mit Mund-Nasen-Schutz angereiste Herr Dr. Blume am Montag, den 29.06.2020, hinter einer Trennscheibe aus Plexiglas zu den ca. 15 Schülerinnen und Schülern aus der sozialwissenschaftlichen Richtung des beruflichen Gymnasiums an der Mildred-Scheel-Schule, die mit gebührendem Mindestabstand im größten Raum der Schule verteilt saßen.

 

Andererseits wurde die Veranstaltung per Livestream via Youtubechannel in die anderen Klassenzimmer der Jahrgangsstufe 1 des beruflichen Gymnasiums, sowie an weitere vorbereitete Geschichts- und Gemeinschaftskundeklassen schulartübergreifend übertragen.Auch von den Schülerinnen und Schülern, die in dieser Woche nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, konnte der Vortrag von zu Hause aus verfolgt und via Chatfunktion Fragen gestellt werden.

 

Diese Chance der Digitalisierung ermöglichte ein überaus breites Zuschauerspektrum, um einen Vortrag dieser Relevanz bei steigenden antisemitisch geprägten Gewalttaten zu publizieren. Die Anwesenden lauschten gespannt den engagierten Ausführungen des Antisemitismusbeauftragten des Landes Baden-Württembergs, der gleich zu Beginn klarstellte, dass er nicht für Schuldgefühle, sondern für die Generation, die die Zukunft prägen wird, gekommen sei. Mitleid sei schließlich weniger beliebt als Respekt und diesen schuf Herr Dr. Blume in seinem interaktiven und sehr lebendig gehaltenen Vortrag gegenüber der jüdischen Religion auf prägende Art.

 

So verwies er gerade in der Schule auf die Neuartigkeit des Judentums durch die Relevanz der heiligen Schrift und des Alphabets, das neben einem andersartigen Religionsverständnis auch einen neuen Bildungsanspruch für Jedermann mitbrachte. Ist der Mensch nach Gottes Ebenbild(lichkeit) geschaffen, so muss er an Körper und Geist auch gebildet werden, was wiederum nicht selten zu Neid und Vorurteilen der Umwelt führte und Verschwörungstheorien gegenüber den gebildeten, wohlhabenden Juden nährte. Diese hätten neben allen Übeln durch die Jahrhunderte hindurch schließlich auch Corona entwickelt, um die westliche Wirtschaft zu schwächen, so aktuelle antisemitische Verschwörungstheoretiker, deren eigener Logik mit Ratio nicht beizukommen ist, sodass eine präventive Aufklärungsarbeit, bspw. in Schulen, ein noch größeres Gewicht erhält.

 

Insbesondere in Krisenzeiten schlägt ein bereits latent vorhandener Antisemitismus nicht selten in einen manifesten um, der letztendlich zu Äußerungen und Taten führen kann. Hierbei spielen auch die neuen Medien eine Rolle, deren historisch vorangehende Umwälzungen immer von dem Wunsch begleitet waren, einfache Erklärungen auf komplizierte Fragestellungen zu geben, was erneut der Verschwörungstheorie mit einem klaren Feindbild Vorschub leistet. 

 

Schließlich schloss Herr Dr. Blume mit einem bildhaften Vergleich, der die 304805 mit einer Vogelfeder geschriebenen Buchstaben einer Thorarolle mit der Einzigartigkeit der Menschen gleichsetzt, die durch den jüdischen Glauben geschätzt und toleriert wird.

 

Die vielen Fragen im Anschluss an den Vortrag, die sowohl simultan via Chat, als auch live im Konferenzraum, sowie im Vorfeld gestellt wurden, zeigten die Bedeutung dieses Vortrages, für den wir Herrn Dr. Blume und seiner Offenheit gegenüber technischen Neuerungen ganz besonders danken möchten.

 

Der Vortrag ist online noch immer abrufbar unter  https://youtu.be/6lmSviVMIFM
                                        

Sabrina Harsch

Herr Thomas Loy mit den Fächern GGK und Religion war Organisator der Veranstaltung
Der Vortrag von Herrn Dr. Blume wurde mittels neu erprobter Technik live übertragen
Herr Doktor Blume, Antisemitismusbeauftragter des Landes Baden-Württemberg
 
DSB

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