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Was mach "i" nach dem Abi? - Ehemalige SGlerin berichtet über ihr Jahr in Mosambik

Was mache ich nach dem Abitur? Ins Ausland gehen? Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren? Oder doch direkt anfangen zu studieren? Eine Frage, mit der sich auch die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 2 des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums (SG) herumquälen, und das nicht nur kurz vor dem Abitur.

Dem sollte am Mittwochabend, 12. November, Abhilfe geschaffen werden. Ronja Haas, eine SG-Schülerin des Abiturjahrgang 2013, stattete der Mildred-Scheel-Schule einen Besuch ab und erzählte in einem spannenden, witzigen und interessanten Vortrag von ihrem FSJ in Mosambik. Den angehenden Abiturienten berichtete sie von ihren zahlreichen Erlebnissen, mit ihrer Gastfamilie und von ihren Reisen. Dort – ganz im Südosten Afrikas – hatte sie in einem Jugendzentrum für Straßenkinder gearbeitet.

Abenteuerlich ging es schon kurz nach ihrer Ankunft am Flughafen zu: Mit weiteren Freiwilligen wartete sie auf ihren Shuttle: eine halbe Stunde, eine Stunde, zwei Stunden ... Dann endlich kam jemand mit einem Auto hergefahren – doch das war so klein, dass der Platz nicht einmal fürs Gepäck ausgereicht hätte!

Das Jugendzentrum für Straßenkinder, für das Ronja arbeitete, hatte zum Ziel, dass die Kinder irgendwann in ihre Familien reintegriert werden. Sie berichtete davon, dass es immer wieder vorkomme, dass, wenn Mitarbeiter des Zentrums die Kinder zu ihren Familien zurückbrächten, die Familien sagten: "Nein, dieses Kind wollen wir nicht wieder zurück!" Traurig, aber leider bittere Realität in Mosambik.

Eine weitere denkwürdige Begegnung hatte die ehemalige SGlerin bei einer ihrer Reisen nach Botswana. Dort unternahm sie eine Flussfahrt auf dem Okavango-Delta. Dabei wurde eines der Boote von einem Nilpferd zum Kentern gebracht - Gott sei Dank ist niemandem etwas passiert, aber alle waren in Angst und Schrecken versetzt worden.

Während einer 15-minütigen Pause stärkten sich die Zuhörer bei afrikanischer Musik mit traditionellen Nüssen und Tee vom "schwarzen Kontinent". Jeder hatte dann die Möglichkeit in einer Art "kreativer Zukunftswerkstatt" alle möglichen Ideen, was er oder sie nach dem Abi machen könnte, auf ein langes Plakat zu schreiben. Dieses sollte jedeN EinzelneN zu neuen Ideen inspirieren, die man dann auf einen kleinen Zettel schrieb und mit nach Hause nahm.

Insgesamt verbrachte die Jahrgangsstufe 2 einen geselligen, informativen und inspirierenden Abend, der vermutlich so manch einem auf die Sprünge half, wenn es um die Zeit nach dem Abitur geht.

Steffen Straube-Kögler

DSB
MSSR


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