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Prävention lustig und spannend präsentiert: Gastspiel der "Wilden Bühne" an der Schule

Am 8. Mai war die "Wilde Bühne" zu Gast an der Mildred-Scheel-Schule. Dies ist eine Theatergruppe aus Stuttgart, die engagierte Präventionsarbeit an Schulen leistet. Sie besteht aus ehemaligen Drogenabhängigen, die eine erfolgreiche Therapie absolviert haben. Beratungslehrerin Elisabetta Catoni-Müller hatte das Ensemble mit Unterstützung des Landeskriminalamtes, des Fördervereins "Sicherer Landkreis Böblingen" und der Bürgerstiftung Böblingen an die Schule geholt.

Am Präventions-Workshop nahmen die Klassen 9 und 10 des sechsjährigen Beruflichen Gymnasiums "Ernährung – Soziales – Gesundheit" teil. Bereits im Klassenzimmer begann der eindrucksvolle Vormittag mit "Aufwärmübungen", bei denen es darum ging, die Schülerinnen und Schüler, die später auch in die Rolle der Darsteller schlüpfen sollten, für diesen Auftritt locker zu machen. Schon diese erste Begegnung mit zwei Schauspielern aus der Theatergruppe war lustig und spannend. 

Den Konferenzraum der Schule hatten die Akteure der "Wilden Bühne" zu einem echten Theatersaal umgebaut. Die Bühne war vorbereitet, die Scheinwerfer aufgestellt und die Technik installiert. Die Gruppe spielte zwei Szenen, in denen es darum ging, dass Mitschüler, einmal wegen Cybermobbing und einmal wegen unerlaubten Drogenkonsums, in eine echt schwierige Situation kamen. Die beiden Szenen wurden von den Schauspielern sehr wirklichkeitsnah gespielt und an der Stelle unterbrochen, an denen das Problem offensichtlich wurde. Dieses Problem wurde dann mit allen Zuschauern besprochen. Es ging darum, Handlungsalternativen zu suchen. Dann wurden Freiwillige auf die Bühne gebeten, um die Szene noch einmal mitzuspielen, dem Verlauf der Handlung jedoch eine neue Wendung zu geben. Deutlich wurde, dass es durchaus Strategien geben kann, sich Mitschülern, die unerlaubt Aufnahmen ins Netz stellen, zu widersetzen. Auch wurde deutlich, dass es Möglichkeiten gibt, wenn andere einen zum Drogenkonsum verführen wollen, NEIN zu sagen, ohne Freundschaften zu riskieren.

Eine offene Gesprächsrunde, in der die Schauspieler der "Wilden Bühne" aus ihren Rollen schlüpften und auf die Fragen der Zuschauer hin ihre Drogengeschichte zusammenfassten, bildete den Abschluss dieses eindrucksvollen Vormittags. Die Berichte der ehemaligen Drogenabhängigen haben gezeigt, dass Drogenkonsum zu einer echten Lebensbedrohung werden kann. Neben den Schauspielern der "Wilden Bühne"  waren an diesem Vormittag auch noch Vertreter der Polizei Böblingen anwesend, um rechtliche Fragen, die in der Diskussion aufkamen, zu klären.

Luis Palle (6ESG 9/2, Text) und Steffen Straube-Kögler (Text und Fotos)

 

 

Bilder

  1. In einer offenen Gesprächsrunde am Schluss berichteten die Ensemble-Mitglieder der "Wilden Bühne" über ihre eigene Drogengeschichte.
  2. Den Konferenzraum der Schule hatten die Akteure der "Wilden Bühne" zu einem echten Theatersaal umgebaut.
DSB
MSSR


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