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Jugendoffizier informiert junge Leute - Vortrag vor angehenden Abiturienten

Am 14. März 2017 besuchte Arne Nötte, Jugendoffizier der Bundeswehr, die Mildred-Scheel-Schule und berichtete in einem Vortrag etwas über die Arbeit der Truppe.

Hauptmann Nötte erzählte zunächst dabei etwas von sich und seiner Karriere bei der Bundeswehr.
Zunächst interagierte er mit den Abiturienten der Geschichtsklassen von Michael Hofmann und Steffen Straube-Kögler und fragte, wer dafür sorge, dass Deutschland eine Armee habe. Nach verschiedenen Schülerantworten erklärte er, dass dies im Grundgesetz verankert sei, aber auch der Bundestag eine wichtige Rolle spiele.

Ferner berichtete er darüber, wo sich die Bundeswehr momentan bewege, und zeigte den Schüler und Schülerinnen den sogenannten „Fragile State Index“. Dieser beschreibt, welche Staaten fragil bzw. instabil sind, und unterscheidet auch zwischen stabil und belastbar stabil. Als Bespiele nannte er dabei Finnland und Deutschland als stabil und den Irak und Libyen als fragil. Der „Fragile State Index“ wird mit Indikatoren gemessen wie zum Beispiel Kriminalität, Arbeitsmöglichkeiten, Mangelernährung, aber auch wie viele Flüchtling-Camps es in einem Land gibt.

Im Anschluss dazu zeigte er, wo die Bundeswehr stationiert ist, was sich meistens auf fragile Länder beschränkt, und betonte, dass sie auch in Ländern wie Italien tätig ist. Der Grund dafür ist die EU-Mission Seenotrettung: Viele Flüchtlinge versuchen über das Mittelmeer nach Italien zu kommen, aber scheitern daran. Weil Libyen keine Küstenwache habe, kümmere sich die EU darum.

In anderen Ländern würden laut Hauptmann Nötte die Soldaten Aufgaben übernehmen, um die Sicherheit eines Landes zu gewähren. Sie bilden Soldaten und Polizisten aus, die sich dann um die Sicherheit selbst kümmern können oder sind unabhängige Beobachter und versuchen so zu vermitteln. Daraufhin erklärte der Jugendoffizier noch, wann die Bundeswehr ins Ausland dürfe, was von Gesetzen und Bundestagsmandaten abhängig sei.

Am Ende beantwortete der Offizier noch Fragen, welche unter anderem Themen wie die allgemeine Wehrpflicht betrafen, aber auch wie sich die Arbeit der Bundeswehr durch den im November neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump verändern werde.

Jamie Speidel (Text) und Steffen Straube-Kögler (Fotos)

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