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„Größte Massenerhebung der deutschen Geschichte“ - 11er besuchten Bauernkriegsmuseum

Am 2. Februar, um 7.40 Uhr, brachen wir, die Klasse S11/2 des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums, zusammen mit unserem GGK-Lehrer, Herrn Straube-Kögler, in das Bauernkriegsmuseum in Böblingen auf.

Dort erhielten wir von der Leiterin, Cornelia Wenzel, eine einstündige Führung. Diese erklärte uns die Geschichte der Reformationszeit und versorgte uns mit vielen Hintergrundinformationen.

Wir sahen einen traditionellen Holzdruck über die Ständegesellschaft, einen Raum, der die Unterschiede zwischen Bauern und Adel darstellte, sowie die „Zwölf Artikel“, eine Streitschrift der süddeutschen Bauern, und einen Nachbau der ersten Buchdruckmaschine von Johannes Gutenberg.

Eröffnet wurde das Bauernkriegsmuseum im Jahr 1988. Ausschlaggebend dafür war die Entscheidungsschlacht am Goldberg am 12 Mai 1525. Diese Schlacht wurde noch einmal bildlich als Zinnfigurendiorama dargestellt. Damals kämpften 15.000 Bauern gegen deutlich weniger Ritter des Schwäbischen Bundes, jedoch starben mehr als 3.000 Aufständische und nur rund 50 Ritter. Dies lag an der überlegenen Ausrüstung und Strategie des Adelsbündnisses.

Interessant ist natürlich die damalige Einwohnerzahl Böblingens, die nur bei rund 1.000 lag. Es versammelten sich also Bauern aus dem ganzen Land, um für ihr Recht einzustehen.

Das Museum möchte nicht die Sieger, sondern die Besiegten in das Gedächtnis der Menschen rücken, war die Schlacht am Goldberg doch die "größte Massenerhebung der deutschen Geschichte".

Nina Bürglin (S11/2)

Fotos:

Die Leiterin des Bauernkriegsmuseum, Cornelia Wenzel, erklärte unserer Klasse Anlass und Umstände der Schlacht am Goldberg von 1525.

 

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