
Am Mittwoch, dem 13. April, einen Tag nach der letzten schriftlichen Abiturprüfung,
trafen wir uns am Stuttgarter Flughafen, um unsere Sprachreise nach Spanien
anzutreten. Am frühen Abend erreichten wir unser Ziel und lernten unsere
Gastfamilien kennen. Es waren meist ältere Damen, die uns sehr herzlich
aufnahmen.
Der erste Sprachunterricht fand am Donnerstag um 9:10 Uhr statt. In der Sprachschule
Gadir, was Cadiz auf phönizisch heißt, lernten wir Grammatikthemen
und Kulturelles über Spanien. Typisch spanisch war, dass man selbst die
Lehrer duzt.
Neben dem Sprachunterricht besuchten wir auch einige kulturelle Veranstaltungen.
Wir begannen am Freitagabend mit dem Besuch einer Flamencoveranstaltung des
örtlichen Vereins. Auffällig war der große Unterschied zwischen
einer solchen Veranstaltung und einer Flamencoshow für Touristen. Traditionell
gehört zum Flamenco auch das Mitwirken der Zuschauer in Form von Klatschen
und Olé Rufen. Dazu werden typische Tapas (span.= Häppchen)
serviert. Samstagnachmittag war shoppen angesagt, am Abend gingen wir in eine
Tapas-Bar. Gemeinsam versuchten wir verschiedene Fischsorten, wilde Kartoffeln
und karamellisierte Auberginen. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Boot
nach Puerto de Santa María, einem nahegelegenen Fischerdorf. Dort besichtigten
wir die Altstadt, eine Kirche und eine Stierkampfarena. Nachdem wir in einer
Bar etwas getrunken hatten, ging es mit dem Boot zurück nach Cadiz. Wegen
des schönen Wetters an diesem Tag, verbrachten wir die restliche Zeit
am Strand.
Cadiz selbst hat auch eine wunderschöne Altstadt, die wir am Montag besichtigten.
Wir trafen uns im Zentrum der Stadt, dem Platz vor der Kathedrale mit einer
beeindruckenden Goldkuppel. Im Mittelalter war die Stadt das Tor nach Amerika,
von hier aus gingen die Handelsschiffe nach Süden. Aus dieser Zeit stammen
noch 16 Wachtürme, von denen aus das Meer beobachtet werden konnte. Auf
einem dieser Türme bauten sich die Spanier eine Camera obscura,
ein Fernrohr, das aus Spiegeln bestand, mit denen man die ganze Stadt überblicken
konnte. Durch das Anheben und Senken des Schirmes und Verstellen der Spiegel
wurden die Bilder in verschiedenen Tiefen scharf.
Auch für die Römer war diese Stadt unabdingbar. Sie galt als nicht
einnehmbar. Hier befand sich auch das größte Amphitheater der iberischen
Halbinsel.
Während der Stadtführung genossen wir gemeinsam in einem Café
landestypische Churros, das sind in Fett herausgebackene Teigkringel, die
man in spanischen Kakao taucht. Den Abschluss machten wir gemeinsam in einer
Bar, um etwas mehr spanisch zu sprechen.
Anschließend besichtigten wir den berühmten Strand von Cadiz, welcher
in einigen Filmen - u.a. James Bond - zu sehen ist. Die Dreharbeiten zu dem
Film mit V. Martinsen (Herr der Ringe) fanden während unseres Besuches
statt.
Am letzten Tag wurden uns unsere Diplome für den Sprachkurs überreicht.
Der Unterricht war sehr informativ gestaltet und wir hatten sehr viel Spaß.
Unsere Lehrer waren sehr freundlich und verstanden sich darauf, uns durch
lustige Beispiele , Witze und Spiele die spanische Sprache näher zu bringen.
Alles in allem hatten wir dank unserer Lehrer und Gastfamilien , mit denen
wir sicher noch lange in Kontakt bleiben werden, eine wunderschöne Zeit
in Cádiz.
Melanie Mucha, Sarah Walter, Ines Winkler, Miriam Aubele, Colleen Brüssel