FILMSEMINAR ZUR GEWALTPRÄVENTION

Im Rahmen einer ganzen Reihe sozialpädagogischer Projekte in den BVJ- und BEJ-Klassen besuchten die SchülerInnen der Mildred-Scheel-Schule in der letzten Oktoberwoche ein Filmseminar zur Gewaltprävention.
Das von den Sozialpädagoginnen der Schule initiierte Projekt wurde von Jörg Litzenburger – Drogen- und Suchtbeauftragter des Landkreises Böblingen – geleitet.

Geschlechterspezifischer Zugang zum Thema Gewalt

Um der Tatsache gerecht zu werden, dass sich aggressives Sozialverhalten bei Jungen in der Regel anders äußert als bei Mädchen und um die Diskussionsatmosphäre entspannt zu ge-stalten, haben die Sozialpädagoginnen in diesem Jahr zu getrennten Veranstaltungen eingeladen.

Filme als Einstieg in die Thematik

Zur emotionalen Einstimmung in die schwierige Thematik „Gewalt“ sahen sich die Jungen den Film „Evil“, die Mädchen den Film „Prinzessinnenbad“ an.
Der im Schweden der 50er Jahre spielende Film „Evil“ thematisiert auf eindrückliche Weise Gründe für Gewalt und die daraus resultierende Gegengewalt. Erik, Hauptfigur des Films, erfährt verschiedenste Formen häuslicher und schulischer Gewalt. Im Laufe des Films gelingt es ihm jedoch, den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen und Konflikte nicht mehr in gewohnter Weise gewalttätig zu lösen.
Während „Evil“ Gewalt im klassischen Sinn thematisiert, beschäftigt sich der im heutigen Berlin-Kreuzberg spielende Film „Prinzessinnenbad“ mit dem Thema Wut, die in erster Linie daraus resultiert, dass sich niemand aus der Familie für die drei Teenager Klara, Mina und Tautscha und ihre Probleme interessiert.
Gesprächsrunde zur Reflektion der eigenen Haltung zu Wut und Gewalt
In der Nachbereitung der Filme konnten sich die SchülerInnen im Rahmen einer von Jörg Litzenburger moderierten Gesprächsrunde über ihre Eindrücke und Emotionen aus-tauschen und die eigene Haltung zum Umgang mit Konflikten, Gruppendynamik und Eskalation reflektieren.
In den Beratungsstunden werden die Sozialpädagoginnen das Thema aufgreifen, um das Konfliktlösungspotential und die Kommunikationsfähigkeit der SchülerInnen weiter zu stärken.

Mit gutem Sozialverhalten „fit für den Beruf“

Durch Projekte wie dieses möchte die Mildred-Scheel-Schule zu einem respektvollen Umgang miteinander beitragen und auf diesem Weg die SchülerInnen „fit für den Beruf“ machen.

(Katja Wachholtz)